Felgenbeschichtung


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Reifen

Die Reifen müssen leider runter, die Ventile raus und die Wuchtgewichte ab, dies können wir bei uns im Hause mit eigener Wucht und montier Maschine für sie erledigen. Sollten in der Felge Lager oder mechanische Teile verbaut worden sein, müssen diese unbedingt entfernt werden. Die Entlackung: Bei Stahlfelgen kann mit Korund der Lack durch Strahlen entfernt werden. Bei Aluminiumfelgen bietet sich die chemische Entlackung an, da die Felgen beim Strahlen beschädigt werden könnten.

Radbearbeitung

Leichte Bordsteinschäden werden geschliffen. Hierbei ist aber darauf hinzuweisen, dass bei zu großen Schäden und der damit verbundenen Schleiftiefe die Zulassung der Felge erlöschen würde. In diesem Fall verweisen wir auf eine Spezialfirma, welche die Felgen aufschweißen und abdrehen und Röntgen kann.

Strahlen / Sweepen

Die Felgen werden im Anschluss gesweept (mit geringen druck gestrahlt). Dies dient einer definierten Oberflächenrauheit die für die Haftung notwendig ist und gewährleistet, dass die zu beschichtende Fläche chemisch und metallisch rein ist. Abkleben: Bei Aluminumfelgen wird die Anlegefläche zur Achse abgeklebt. Dies ist notwendig, da dies eine Passfläche ist, die den Rundlauf der Felge bestimmt. Bei Motorradfelgen werden die Lagerfassungen abgeklebt, die Bremstrommel oder der Scheibenbremsensitz.

Beschichten

Die Beschichtung erfolgt im ein, zwei oder drei-Schichtaufbau. Eine Epoxydharzgrundierung und eine RAL oder Sonderfarbe oder eine Grundfarbe und ein PU Klarlack. Dies ist abhängig von der Farbwahl oder dem gewünschten Effekt. Möglich sind alle Glanzgrade von Stumpfmatt bis Hochglanz. Alle RAL Farben und eine Auswahl von über 100 Sonderfarben. Nach jeder Beschichtung erfolgt ein Einbrennen über ca. 40 Minuten bei 200°C dabei wird eine Schichtstärke von ca. 200µm erreicht. Diese dicke elastische Beschichtung ist extrem schlagfest, hat aber aufgrund der hohen Schichtstärke bei glänzenden Lacken und je nach Geometrie der Felge eine leichte Orangenhautbildung. Zum Reinigen reicht ein leichter Felgenreiniger und Wasser. Aufgrund der hohen Schichtstärke und glatten Oberfläche kann sich Schmutz und Bremsstaub nicht gut festsetzen und bei normaler Pflege ist eine Politur nicht notwendig. Um eventuell verlorenen Glanz wieder aufzufrischen empfiehlt sich ein Silikonspray für Kunststoffe im Außenbereich.

Begutachtung / Wertung

Es handelt sich um ein industrielles Beschichtungsverfahren welches zu einem guten Preis eine extrem haltbare Oberfläche erzeugt. Sie ist aber nicht mit einer Autolackierung zu verwechseln oder Airbrush. Der Pulverbeschichter hat nur maximal zwei Chancen damit jeder Beschichtung eine weitere elektrische Isolationsschicht erzeugt wird, und das Verfahren elektrostatisch funktioniert. Generell ist die Qualität einer Pulverbeschichtung aus einem Abstand von 5 Metern zu betrachten. Hierbei sollte dem rechtsichtigen Mensch keine Fehlstelle auffallen. Im Real fall wird nicht vor der Felge gekniet, es sei denn sie wird geputzt. Eine Orangenhaut ist durch die hohe Schichtstärke und den Glanzgrad unvermeidbar. Schäden, die nicht an der Felge behoben werden können sind nach der Lackierung sichtbar Ausgasungen sind auf die Qualität des Gusses zurück zu führen. Leider ist es in fast allen Fällen nicht möglich den Guss visuell auf Lunker zu prüfen. Wenn sich nach der Beschichtung Blasen auf der Oberfläche bilden ist dies nicht auf Fehler bei der Beschichtung zurückzuführen. Dies ist ein prozessbedingter Fehler, der nicht behoben werden kann. Sollten Lufteinschlüsse im Bereich der Gusshaut liegen wird diese nun durch den Lack verschlossenen Lunker weiter bis 200°C erwärmt und dehnt sich aus. Ist die Luftblase groß genug wird sie ähnlich wie bei einem Luftballon platzen und eine kleine Fehlstelle hinterlassen. Dies kann beliebig wiederholt werden und immer zum gleichen Ergebnis führen. Bei Stahlfelgen ist eine Entlackung zwischen dem Innen und Außenteil der Felge nicht möglich da das Strahlmedium nicht bis in die Spitze gelangen kann. In diesem Bereich sammelt sich aber Korund, der so fest eingeschlagen ist, dass er nicht vollständig entfernt werden kann. Bei der Beschichtung ist es nicht möglich aufgrund des Faradayschen Effektes Lack in diese Falz zu bekommen. Da dieser Bereich nicht vollständig gereinigt werden kann, kann es zu Ausblühungen kommen die durch z. B. alte Lackrückstände verursacht werden. Der Übergang kann nach der Beschichtung mit einer Silikonnaht oder ähnlichem nachbehandelt werden.


 
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